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Was ist mein Auto wert? Schwacke-Liste und kostenlose Bewertung

Ratgeber · Schaden und Autowert

Die Schwacke-Liste bekommst du als Privatperson nicht mehr, einen guten Richtwert für dein Auto aber schon, und zwar kostenlos. Hier siehst du, welche Gratis-Bewertung welchen Wert zeigt und wie du ihn mit den Faustregeln des ADAC in Privat- und Ankaufspreis umrechnest: mit echten Listenwerten eines Golf 8 und einem Rechner.

Zuletzt geprüft: 29. September 2026 · von Hassan Amer · Alle Auto-Ratgeber

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Unfälle und gedrehte Kilometer drücken den Wert: Vorgeschichte per FIN prüfen

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Die kurze Antwort

Die Schwacke-Liste gibt es für Privatleute nicht mehr, auch nicht gegen Geld: schwacke.de leitet auf eine Seite für Geschäftskunden weiter. Einen kostenlosen Richtwert holst du dir in wenigen Minuten bei der DAT (ohne E-Mail) oder beim ADAC, dessen Preise ebenfalls von der DAT stammen. Der ADAC nennt den Händler-Verkaufspreis: Privat erzielst du laut ADAC etwa 8 % weniger, beim Ankauf zahlt ein Händler etwa 10 bis 15 % weniger. Beispiel, gerechnet mit der ADAC-Liste vom April 2026: Ein Golf 8 1.5 eTSI von 2021 mit 88.000 km liegt beim Händler bei rund 16.800 €, privat bei rund 15.500 € und im Ankauf bei 14.300 bis 15.150 €.

Gibt es die Schwacke-Liste noch?

Ja, aber nur noch für Firmenkunden. Als Privatperson kannst du die Schwacke-Liste nicht mehr abrufen: Wer heute schwacke.de aufruft, landet auf der Seite für Geschäftskunden des US-Marktdatenanbieters J.D. Power (geprüft am 29. September 2026). Der Online-Zugang SchwackeNet fragt beim Anmelden nach Händlernummer, Benutzername und Kennwort. Preise für eine Einzelbewertung, die in älteren Ratgebern noch stehen, sind überholt.

Für einen Verkauf brauchst du sie auch nicht: Die kostenlosen Bewertungen weiter unten liefern einen brauchbaren Richtwert, wenn du weißt, welchen Wert sie zeigen. Zwei Verwechslungen solltest du vorher kennen.

Gibt es eine ADAC-Schwacke-Liste?

Nein. Die Gebrauchtwagenpreise des ADAC erhebt laut ADAC die Deutsche Automobil Treuhand (DAT). ADAC und DAT sind also keine zwei unabhängigen Quellen, sondern zwei Zugänge zu Daten der DAT.

Der ADAC zeigt den Händler-Verkaufspreis, dazu unten mehr.

„Schwacke-Liste“ nach einem Unfall?

Im Unfallrecht steht der Name auch für einen Mietpreisspiegel für Mietwagen. Laut Bundesgerichtshof sind sowohl die Schwacke-Liste als auch der Mietpreisspiegel des Fraunhofer-Instituts grundsätzlich geeignet, um die nötigen Mietwagenkosten zu schätzen (Urteil vom 12. April 2011, VI ZR 300/09).

Mit dem Wert deines Autos hat dieser Spiegel nichts zu tun.

Wie finde ich kostenlos heraus, was mein Auto wert ist?

In drei Schritten: Richtwert holen, mit Inseraten vergleichen, auf dein Auto und deinen Verkaufsweg umrechnen. Keiner davon kostet Geld.

Schritt 1

Richtwert holen

Frag den Wert bei der DAT (dat.de) und beim ADAC (adac.de) ab. Du brauchst die Erstzulassung aus Feld B, HSN und TSN aus den Feldern 2.1 und 2.2, die Leistung in kW aus Feld P.2 und den Kilometerstand.

Wo die Felder stehen: Fahrzeugschein lesen, HSN und TSN, PS im Fahrzeugschein

Schritt 2

Mit Inseraten vergleichen

Such drei bis fünf Inserate mit gleichem Modell, Baujahr und ähnlicher Ausstattung, höchstens 10.000 Kilometer Unterschied, etwa auf mobile.de oder AutoScout24. Das sind Angebotspreise: So viel wollen die Verkäufer, nicht so viel haben Käufer gezahlt.

Streich die Ausreißer nach oben und unten.

Schritt 3

Umrechnen

Pass den Richtwert an deinen Kilometerstand an und zieh je nach Verkaufsweg ab: privat etwa 8 %, beim Händler-Ankauf 10 bis 15 %. So lauten die Faustregeln des ADAC für seine Händler-Verkaufspreise.

Zum Rechner

Optional

Echtes Angebot holen

Ein Ankaufsangebot von einem Händler oder Ankaufportal zeigt dir, was ein Käufer konkret bietet. Das ist deine Untergrenze, wenn du privat verkaufst.

Bei wirkaufendeinauto.de etwa geht das nur mit E-Mail-Adresse.

Welche kostenlose Fahrzeugbewertung zeigt welchen Wert?

Jede misst etwas anderes: DAT und ADAC stützen sich auf Verkaufserlöse von Autohändlern, AutoScout24 auf Angebotspreise aus Inseraten, Ankaufportale nennen den Preis, zu dem sie selbst kaufen. Deshalb liegen die Ergebnisse auseinander. Auch welche Daten du preisgibst, ist verschieden.

Bewertung Was du bekommst Kontaktdaten Gut zu wissen
DAT kostenloser Orientierungswert, laut DAT in 3 Minuten laut DAT ohne Registrierung und ohne E-Mail Beruht laut DAT auf Verkaufserlösen, die Autohändler melden. Guter Zustand, Unfallfreiheit und Ausstattung können laut DAT bis zu 30 % mehr bringen, genau erfasst sie ein Gutachten.
ADAC durchschnittlicher Händler-Verkaufspreis mit deinem Kilometerstand, zum Ausdrucken abgefragt werden Fahrzeug, Erstzulassung und Kilometerstand; Preisauskunft auch telefonisch unter 0800 5 10 11 12 Daten von der DAT. Online bis Ende 2026 zurück bis Baujahr 2014, auch für Motorräder.
AutoScout24 durchschnittlicher Angebotspreis ähnlicher Autos E-Mail-Adresse und Einwilligung, dass AutoScout24 dich zur Bewertung kontaktiert Basis laut Anbieter mehr als 10 Millionen Angebote und maschinelles Lernen. Ein Angebotspreis ist kein garantierter Verkaufspreis.
R+V (Versicherer) Preisspanne für den aktuellen Marktwert Name, E-Mail-Adresse und Handynummer, damit R+V dich laut eigener Angabe zu Versicherungen kontaktieren kann Für sehr seltene oder sehr neue Autos gibt es laut R+V manchmal keinen Marktwert.
wirkaufendeinauto.de ein Preis, zu dem das Portal dein Auto kauft, laut Anbieter 7 Tage gültig nur mit E-Mail-Adresse Das ist ein Ankaufspreis, kein Privatpreis. Abgegeben wird das Auto in einer Filiale.
Wertgutachten individueller Wert von einem Kfz-Sachverständigen Besichtigung durch den Gutachter, Preis vorher erfragen Erfasst etwa bei der DEKRA auch Ausstattung, nötige Reparaturen und die Wertminderung aus reparierten Vorschäden. Preise nennt die DEKRA online nicht.

Angaben laut den Seiten der Anbieter, Stand 29. September 2026. Formulare und Bedingungen ändern sich, maßgeblich ist die jeweilige Seite.

Für einen Verkauf reichen DAT und ADAC plus Vergleichsinserate, dazu auf Wunsch ein Ankaufsangebot als Untergrenze. Willst du keine Anrufe, lies vor dem Klick, welche Daten ein Formular verlangt.

Händlerpreis, Privatpreis, Ankaufspreis: Welcher Wert gilt für dich?

Das hängt davon ab, an wen du verkaufst oder von wem du kaufst. Ein Auto hat nicht einen Wert, sondern mehrere:

  • Händler-Verkaufspreis: was ein Händler für das Auto verlangt. Diesen Wert zeigt der ADAC.
  • Händler-Einkaufspreis: was ein Händler dir beim Ankauf zahlt. Bei der DAT ergibt er sich aus dem Händler-Verkaufswert minus einer Handelsspanne.
  • Privatpreis: was Privatleute untereinander zahlen, laut ADAC etwa 8 % weniger als beim Händler.
  • Angebotspreis: was in Inseraten steht. Damit rechnet zum Beispiel AutoScout24.
8 %liegt der Privatpreis laut ADAC unter dem Händler-Verkaufspreis
10–15 %weniger zahlt ein Händler beim Ankauf, gemessen am Händler-Verkaufspreis
bis 30 %mehr können guter Zustand, Unfallfreiheit und Ausstattung laut DAT bringen
2014ist das älteste Baujahr, das der ADAC-Online-Rechner bis Ende 2026 bewertet

Der Aufschlag des Händlers hat Gründe. Laut ADAC hat er das Auto in der Regel geprüft und nötige Reparaturen erledigt, außerdem muss er mindestens 12 Monate Gewährleistung geben.

Welcher Wert für welchen Zweck?

Du willst … Dieser Wert zählt So kommst du hin
privat verkaufen Privatpreis Händler-Verkaufspreis minus etwa 8 %, dann mit Inseraten abgleichen
in Zahlung geben oder an ein Ankaufportal verkaufen Händler-Einkaufspreis Händler-Verkaufspreis minus 10 bis 15 %, dazu ein echtes Angebot
beim Händler kaufen Händler-Verkaufspreis ADAC-Wert direkt mit dem Inserat vergleichen
privat kaufen Privatpreis Händler-Verkaufspreis minus etwa 8 %
nach einem Totalschaden abrechnen Wiederbeschaffungswert steht im Gutachten, mehr im Ratgeber Totalschaden
den Wert belegen, etwa bei Erbe oder Trennung Wert laut Gutachten Wertgutachten, es berücksichtigt laut DAT alle Faktoren

Gibst du dein Auto beim Neuwagenkauf in Zahlung, zahlt der Händler laut ADAC in der Regel den Händler-Einkaufspreis. Je mehr ihm am Verkauf des Neuwagens liegt, desto mehr bietet er für deinen Gebrauchten. Vergleiche deshalb immer das ganze Angebot: Neuwagenpreis minus Ankaufspreis.

Wie rechne ich den Listenwert auf mein Auto um?

In zwei Schritten: Erst passt du den Händler-Verkaufspreis an deinen Kilometerstand an, dann ziehst du je nach Verkaufsweg ab. Den ersten Schritt erledigt der Online-Rechner des ADAC schon, wenn du deinen Kilometerstand eingibst. Arbeitest du mit der ADAC-Preisliste als PDF, rechnest du selbst.

Beispiel: VW Golf 8 mit echten Listenwerten

Die ADAC-Preisliste Frühjahr/Sommer 2026 (Stand April 2026, Preise erhoben von der DAT) führt den VW Golf 1.5 eTSI Life DSG mit 96 kW (130 PS), Neupreis laut Liste 34.095 €. Jeder Preis gilt für die durchschnittliche Laufleistung seines Baujahrs. Der Golf gehört zur Kilometerklasse III.

Baujahr Händler-Verkaufspreis gilt bei
2024 22.500 € 24.000 km
2023 21.050 € 36.000 km
2022 19.900 € 47.000 km
2021 18.900 € 58.000 km
2020 17.650 € 69.000 km

Weicht dein Kilometerstand ab, gibt die Liste Zu- und Abschläge vor. Für Kilometerklasse III gilt:

Abweichung 5.000 km 15.000 km 30.000 km
mehr gefahren −2 % −6 % −11 %
weniger gefahren +3 % +7 % +14 %

Quelle: ADAC, Gebrauchtwagenpreise Hersteller S–Z, Frühjahr/Sommer 2026, S. 2 und 32. Andere Modelle gehören zu anderen Kilometerklassen. Achtung: Das Lesebeispiel in der ADAC-Liste nennt für 30.000 km mehr in Klasse V „rund 2 %“, die Tabelle darüber −8 %. Wir rechnen mit der Tabelle.

Was das für einen Golf von 2021 heißt, zeigt die Rechnung mit drei Kilometerständen und drei Verkaufswegen:

Kilometerstand Händler-Verkaufspreis privat (−8 %) Händler-Ankauf (−10 bis −15 %)
43.000 km (+7 %) ca. 20.200 € ca. 18.600 € ca. 17.200–18.200 €
58.000 km (Durchschnitt) 18.900 € ca. 17.400 € ca. 16.050–17.000 €
88.000 km (−11 %) ca. 16.800 € ca. 15.500 € ca. 14.300–15.150 €

Gerundet auf 50 €. Faustregeln laut ADAC, Zustand und Sonderausstattung sind nicht eingerechnet.

Zwei Dinge fallen auf. Zwischen 43.000 und 88.000 Kilometern liegen beim gleichen Auto rund 3.400 € Händlerpreis. Und wer privat verkauft, statt in Zahlung zu geben, bekommt beim Durchschnitts-Golf nach diesen Faustregeln rund 400 bis 1.350 € mehr. Ob sich dafür Inserat, Besichtigungen und Probefahrten lohnen, entscheidest du.

Rechner: Händlerpreis in Privat- und Ankaufspreis umrechnen

Nimm den Händler-Verkaufspreis des ADAC, denn für ihn gelten die Faustregeln. Kommt er aus dem Online-Rechner, lass die Kilometer-Korrektur auf 0, dort ist dein Kilometerstand schon drin. Kommt er aus der Preisliste, trag den Zu- oder Abschlag aus der Kilometer-Tabelle ein, beim Golf-Beispiel −11.

16.800 €Händler-Verkaufspreis mit deinem Kilometerstand
15.500 €privat verkaufen, etwa 8 % weniger
14.300–15.150 €Händler-Ankauf, 10 bis 15 % weniger

Gerundet auf 50 €. Faustregeln aus der ADAC-Preisliste, ohne Zustand und Sonderausstattung.

Was keine Liste über dein Auto weiß

Listenwerte sind Durchschnittswerte. Die ADAC-Preise gelten ausdrücklich für unfallfreie, verkehrssichere Autos mit noch mindestens 12 Monaten HU, ohne Sonderausstattung. Laut DAT können guter Zustand, Unfallfreiheit und Ausstattung den Preis um bis zu 30 % steigern.

Das steckt im Listenwert

  • Modell, Motor und Ausstattungslinie
  • Erstzulassung oder Baujahr
  • Kilometerstand: online direkt, in der Preisliste über die Tabelle
  • die Marktlage zum Stand der Liste

Das fehlt

  • Sonderausstattung und Extras
  • Pflegezustand und anstehende Reparaturen
  • reparierte oder offene Unfallschäden
  • ob die HU noch mindestens 12 Monate läuft

Reparierter Unfall: Ein Unfallschaden drückt den Wert auch nach der Reparatur. Wertgutachten, etwa von der DEKRA, weisen dafür eine eigene Wertminderung aus Vorschäden aus. Verschweigst du beim Verkauf einen bekannten Unfallschaden arglistig, hilft dir auch ein Gewährleistungsausschluss im Kaufvertrag nicht (§ 444 BGB).

E-Auto: Hier gehört der Zustand des Akkus zum Zustand des Autos. Belegen kannst du ihn mit einem Batteriezertifikat, das den Gesundheitszustand (SoH) nennt.

Tipp für Verkäufer: Belege, was die Liste voraussetzt, mit Serviceheft, Rechnungen und HU-Bericht. Wie ein Historienbericht im Inserat Interessenten die Skepsis nimmt, steht im Ratgeber Auto verkaufen. Wie schnell der Wert über die Jahre sinkt, zeigt der Ratgeber Wertverlust beim Auto.

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Restwert und Zeitwert berechnen: Was ist gemeint?

Im Alltag meist der heutige Wert deines Autos, und den berechnest du wie oben: Händler-Verkaufspreis holen, auf Kilometer und Verkaufsweg umrechnen. Auch die DAT wirbt für ihre Online-Bewertung mit „In 3 Minuten Restwert erfahren“. Manche Begriffe haben aber eine engere Bedeutung, und dann zählen andere Zahlen:

Begriff Was gemeint ist Mehr dazu
Zeitwert Im Alltag der heutige Marktwert. In den Musterbedingungen der Kfz-Versicherung (AKB) kommt das Wort nicht vor. Rechnung und Rechner oben
Restwert im Alltag ebenfalls der heutige Wert, in Euro oder in Prozent vom früheren Listenpreis. So verwendet ihn auch die DAT. Umrechnen
Restwert beim Leasing der bei Vertragsbeginn geschätzte Wert am Vertragsende. Beim Restwertleasing trägt der Leasingnehmer das Risiko, wenn das Auto am Ende weniger wert ist. Leasingrückläufer kaufen
Restwert nach einem Unfall was das beschädigte oder zerstörte Auto noch bringt (AKB A.2.5.1.7) Totalschaden
Wiederbeschaffungswert was ein gleichwertiges gebrauchtes Auto am Tag des Schadens kostet (AKB A.2.5.1.6) Totalschaden
Wertverlust wie viel ein Auto über die Jahre verliert Wertverlust beim Auto

Rechnet eine Kaskoversicherung einen Totalschaden ab, arbeiten die Musterbedingungen mit Wiederbeschaffungswert und Restwert, nicht mit einem „Zeitwert“ (AKB A.2.5.1.1). Entscheidend sind die Bedingungen deines Vertrags, sie können abweichen.

Wann brauche ich ein Gutachten statt einer Online-Bewertung?

Wenn die Rechner dein Auto nicht kennen oder jemand den Wert prüfen will. Für einen normalen Privatverkauf reichen Richtwert und Vergleichsinserate.

Online-Bewertung reicht, wenn …

  • dein Auto ein gängiges Modell ab Baujahr 2014 ist
  • es kaum Sonderausstattung und keine Umbauten hat
  • es unfallfrei ist
  • du privat verkaufst oder in Zahlung gibst

Ein Gutachten lohnt sich, wenn …

  • das Auto älter ist, als die Rechner reichen
  • es ein Oldtimer, Youngtimer, selten oder umgebaut ist
  • es viel Sonderausstattung oder reparierte Unfallschäden hat
  • der Wert belegt werden muss, etwa bei Erbe, Trennung oder Streit

Ein Wertgutachten erfasst, was keine Liste kennt. Die DEKRA etwa dokumentiert darin Ausstattung, werterhöhende Faktoren, nötige Reparaturen und die Wertminderung aus reparierten Vorschäden. Reicht dir eine Liste der Mängel, gibt es dort auch einen einfacheren Zustandsbericht. Preise nennt die DEKRA online nicht, frag deshalb vorher bei zwei oder drei Sachverständigen nach.

Eine gute Verkaufshilfe ist laut ADAC auch das Protokoll eines neutralen Gebrauchtwagen-Checks, etwa in einem ADAC-Prüfzentrum. Ein Wertgutachten ist das nicht. Für Mitglieder ist der Check dort deutlich günstiger.

Ist der Preis im Inserat fair? So prüfst du als Käufer

Fair ist ein Preis, der zur richtigen Vergleichsgröße passt: Ein Händlerangebot misst du am Händler-Verkaufspreis des ADAC, ein Privatangebot an einem Wert etwa 8 % darunter. Für den Golf 8 von 2021 mit 58.000 km heißt das: rund 18.900 € beim Händler, rund 17.400 € privat.

  1. Richtwert holen: Erstzulassung, Modell und Kilometerstand aus dem Inserat in den ADAC-Rechner eingeben.
  2. Vergleichen: drei bis fünf ähnliche Inserate, höchstens 10.000 Kilometer Unterschied.
  3. Abweichungen hinterfragen: Liegt ein Angebot deutlich darunter, frag nach dem Grund, bevor du Geld überweist.

Jede Bewertung rechnet mit dem Kilometerstand, den du eingibst, und die ADAC-Werte gelten nur für unfallfreie Autos. Die ADAC-Liste nennt ihre Annahmen ausdrücklich: unfallfrei, verkehrssicher, mindestens 12 Monate HU, durchschnittliche Laufleistung, ohne Sonderausstattung. Stimmt eine davon nicht, stimmt auch der Richtwert nicht. Im Inserat siehst du das nicht, also prüf es.

Hinter einem auffällig niedrigen Preis können ein Unfallschaden, ein gedrehter Tacho oder hoher Reparaturbedarf stecken. Die Initiative Sicherer Autokauf im Internet warnt außerdem vor Inseraten mit auffällig günstigen Preisen, bei denen Käufer ohne Besichtigung schnell zahlen sollen. Wie solche Maschen laufen, zeigt der Ratgeber Betrug beim Autokauf.

Kilometerverlauf und gemeldete Schäden kannst du zusätzlich per FIN prüfen. Ein Bericht von carVertical zeigt Kilometerstände als Verlauf, gemeldete Schäden mit Kostenspanne, Fotos aus früheren Inseraten, Zulassungsländer, Diebstahl- und Totalschadenstatus, gewerbliche Nutzung und eine Marktpreis-Einschätzung. Nie gemeldete Schäden, den heutigen technischen Zustand und die Namen von Haltern zeigt er nicht, und die Besichtigung ersetzt er nicht. Für den Wert deines eigenen Autos brauchst du keinen Bericht. Beim Kauf eines Autos mit unbekannter Vorgeschichte kann er sich lohnen.

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Offenlegung: Für carVertical erhalten wir eine Provision, wenn über unseren Link ein Bericht gekauft wird. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.

Was im Bericht steht, auch der Abschnitt „Marktpreis“ mit der Preisspanne ähnlicher Autos in deiner Region, zeigt carVertical in seiner Übersicht der Berichtsinhalte*. Diese Spanne ist eine Einschätzung, keine Wertgarantie. Vergleichst du mehrere Autos, kostet ein Bericht im Dreierpaket 15,99 € (47,98 € für drei). Wie ein vollständiger Bericht aussieht, zeigt unser Ratgeber carVertical-Erfahrungen an einem Beispielbericht.

Passt alles, geht es ans Verhandeln. Wie du mit Richtwert und gefundenen Mängeln argumentierst, steht im Ratgeber Gebrauchtwagen kaufen.

Häufige Fragen

Ist die Schwacke-Liste kostenlos?

Nein. Privatleute können die Schwacke-Liste heute gar nicht mehr abrufen, auch nicht gegen Geld, sie ist nur noch für Firmenkunden. Kostenlose Richtwerte gibt es bei der DAT und beim ADAC, dessen Preise ebenfalls von der DAT stammen.

Ist die ADAC-Schwacke-Liste kostenlos?

Eine ADAC-Schwacke-Liste gibt es nicht. Der ADAC veröffentlicht eigene Gebrauchtwagenpreise, und die erhebt laut ADAC die Deutsche Automobil Treuhand (DAT). Der Preisrechner des ADAC ist kostenlos und zeigt den durchschnittlichen Händler-Verkaufspreis.

Wie erfahre ich, was mein Auto laut Schwacke wert ist?

Selbst abrufen kannst du den Wert nicht, die Schwacke-Liste ist nur noch für Firmenkunden. Du kannst einen Händler oder Sachverständigen fragen, mit welchem System er bewertet. Für einen Verkauf brauchst du den Schwacke-Wert aber nicht: DAT oder ADAC plus drei bis fünf Vergleichsinserate reichen als Richtwert.

Welche kostenlose Autobewertung ist die genaueste?

Keine liefert den einen richtigen Preis, weil jede etwas anderes misst. DAT und ADAC stützen sich auf Verkaufserlöse von Autohändlern, AutoScout24 auf Angebotspreise aus Inseraten, Ankaufportale nennen ihren eigenen Ankaufspreis. Am besten kombinierst du einen Richtwert, drei bis fünf Vergleichsinserate und ein echtes Ankaufsangebot.

Warum weichen Marktplatz-Bewertungen von DAT und ADAC ab?

Weil sie etwas anderes messen. AutoScout24 etwa nennt seinen Wert selbst einen durchschnittlichen Angebotspreis, also das, was Verkäufer in Inseraten verlangen. Die DAT stützt sich dagegen auf Verkaufserlöse, die Autohändler melden, und der ADAC zeigt den Händler-Verkaufspreis.

Wie viel zahlt der Händler bei Inzahlungnahme?

Laut ADAC in der Regel den Händler-Einkaufspreis, und der liegt etwa 10 bis 15 % unter dem Händler-Verkaufspreis aus der ADAC-Liste. Bei einem Listenwert von 18.900 € wären das rund 16.050 bis 17.000 €. Je mehr dem Händler am Verkauf des Neuwagens liegt, desto mehr bietet er laut ADAC für deinen Gebrauchten.

Kann ich mein Auto ohne E-Mail-Adresse bewerten?

Ja, bei der DAT: Laut DAT geht es ohne Registrierung und ohne E-Mail. Der ADAC-Rechner ist kostenlos und fragt Erstzulassung, Fahrzeugdaten und Kilometerstand ab. AutoScout24 und wirkaufendeinauto.de verlangen eine E-Mail-Adresse, die R+V zusätzlich Name und Handynummer (Stand 29. September 2026).

Zählt Sonderausstattung beim Autowert?

Ja, aber nicht in den Durchschnittswerten: In der ADAC-Liste ist Sonderausstattung ausdrücklich nicht enthalten. Laut DAT können Ausstattung, guter Zustand und Unfallfreiheit den Preis um bis zu 30 % steigern. Belege die Extras mit der Rechnung, genau bewertet werden sie in einem Wertgutachten.

Wie bewerte ich ein Auto, das älter als zehn Jahre ist?

Der Online-Rechner des ADAC reicht bis Ende 2026 zurück bis Baujahr 2014. Für ältere Autos vergleichst du ähnliche Inserate und holst ein oder zwei Ankaufsangebote ein. Bei Oldtimern, seltenen oder umgebauten Autos hilft ein Wertgutachten von einem Kfz-Sachverständigen.

Wie berechne ich den Zeitwert oder Restwert meines Autos?

Gemeint ist meist der heutige Marktwert. Hol dir beim ADAC den Händler-Verkaufspreis mit deinem Kilometerstand und zieh für einen Privatverkauf etwa 8 % ab, für den Händler-Ankauf 10 bis 15 %. Nach einem Unfall zählen andere Werte: der Wiederbeschaffungswert und der Restwert des beschädigten Autos.

Quellen: ADAC, Gebrauchtwagenpreise Hersteller S–Z, Frühjahr/Sommer 2026 (Stand 04/2026, Preise erhoben von der DAT), S. 1, 2 und 32; ADAC-Preisrechner für Gebrauchtwagen; DAT – Deutsche Automobil Treuhand, Online-Wertermittlung und Produktbeschreibung SilverDAT valuate finance; Angaben von AutoScout24, R+V, wirkaufendeinauto.de, DEKRA und carVertical auf ihren Seiten; GDV, Musterbedingungen AKB 2015, Stand 30.04.2025, A.2.5.1.1, A.2.5.1.6 und A.2.5.1.7; BGH, Urteil vom 12.04.2011, VI ZR 300/09; § 444 BGB; Initiative Sicherer Autokauf im Internet, Pressemitteilung vom 25.06.2025; Weiterleitung von schwacke.de und Anmeldeseite von SchwackeNet. Abrufe am 28. und 29. September 2026.

* Affiliate-Link/Anzeige: Kommt über gekennzeichnete Links oder Eingabefelder ein Kauf zustande, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht. Der Fahrzeughistorie-Report wird von der cV Group, UAB (carVertical) bereitgestellt und verkauft; alle Rechte am Produkt liegen bei carVertical. Alle Angaben sind sorgfältig recherchiert, aber keine Rechtsberatung.

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