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Auto abmelden – Kosten, Fristen & Sonderfälle

Kennzeichen wird mit einem Schraubenzieher gelöst, Symbolbild Auto abmelden

Ratgeber · Auto-Bürokratie

Auto verkauft, verschrottet, gestohlen oder exportiert? Dann muss es abgemeldet werden. Anders als bei der Ummeldung wird es dabei komplett aus dem Verkehr genommen. Hier findest du, was das kostet, welche Unterlagen du brauchst und worauf du in den Sonderfällen achten musst.

Zuletzt geprüft: 2. September 2026 · Alle Auto-Ratgeber

Das Wichtigste in Kürze: Online über i-Kfz kostet die Abmeldung 2,10 €, vor Ort 15,90 €. Abmeldedienste im Netz verlangen dafür 12 bis 40 €. Die Behördengebühren sind bundesweit einheitlich in der GebOSt geregelt, mit Ersatz verlorener Unterlagen wird es teurer. Bei Diebstahl solltest du spätestens 14 Tage nach der Anzeige abmelden, danach fallen keine weiteren Steuern und Versicherungsbeiträge mehr an. Ein Verwertungsnachweis ist NUR bei der Verschrottung Pflicht. Beim normalen Verkauf brauchst du ihn nicht.
Inhaltsverzeichnis
  1. Abmeldung oder Ummeldung: Was ist der Unterschied?
  2. Welche Unterlagen brauche ich für die Abmeldung?
  3. Was kostet die Abmeldung? Jetzt ausrechnen
  4. Bis wann muss ich abmelden?
  5. Wie melde ich mein Auto online mit Sicherheitscode ab?
  6. Wie läuft die Abmeldung vor Ort ab?
  7. Welche Sonderfälle gibt es bei der Abmeldung: Export, Verkauf, Diebstahl, Todesfall?
  8. Vorübergehend abmelden
  9. Abmelden vor dem Verkauf?
  10. Häufige Fragen

Abmeldung oder Ummeldung: Was ist der Unterschied?

Bei der Abmeldung wird das Auto komplett aus dem Verkehr gezogen. Es darf danach nicht mehr gefahren werden, bis es (falls überhaupt) neu zugelassen wird. Bei der Ummeldung bleibt es zugelassen, nur die Daten ändern sich.

Situation Was du brauchst
Auto verkauft Abmeldung (oder direkte Ummeldung auf den Käufer, siehe auch Auto verkaufen)
Auto verschrottet Abmeldung mit Verwertungsnachweis
Auto ins Ausland exportiert Abmeldung + Ausfuhrkennzeichen
Auto gestohlen Abmeldung nach Polizeianzeige
Auto längere Zeit nicht nutzen Abmeldung (dauerhafte Stilllegung)
Umzug oder Halterwechsel, Auto bleibt gefahren Ummeldung, kein Fall für diese Seite

Welche Unterlagen brauche ich für die Abmeldung?

Für die normale Abmeldung (z. B. nach einem Verkauf) brauchst du:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein). Verloren? Die Abmeldung geht trotzdem, mit Verlusterklärung, siehe Fahrzeugschein verloren. Weißt du nicht, welches Feld was bedeutet? Hier erklären wir jedes Feld
  • Die Kennzeichenschilder (werden bei der Abmeldung entstempelt oder eingezogen)
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Bei Vertretung: In vielen Städten (Hamburg, Stuttgart, Berlin) reicht es, wenn die Person alle Unterlagen dabeihat, eine Vollmacht wird nicht verlangt. Sicherheitshalber eine formlose Vollmacht mitgeben, manche Stellen wollen sie sehen.
  • Für die Online-Abmeldung: der Sicherheitscode unter der Stempelplakette auf dem hinteren Kennzeichen und der Sicherheitscode auf der Rückseite des Fahrzeugscheins (Papiere ab 2015)
  • Nur bei Verschrottung: Verwertungsnachweis eines anerkannten Demontagebetriebs
  • Nur bei Diebstahl: die polizeiliche Diebstahlanzeige bzw. -bescheinigung
  • Nur bei Export: gültige Hauptuntersuchung für die Dauer des Ausfuhrkennzeichens

Was kostet die Abmeldung? Jetzt ausrechnen

Gebühren exakt nach GebOSt (Stand 02.09.2026). Nur Schilder und Versicherung beim Ausfuhrkennzeichen sind Marktpreise.

Die Gebühren sind bundesweit in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) geregelt: Die Außerbetriebsetzung kostet 15,90 € vor Ort bzw. 2,10 € online über i-Kfz (Gebühren-Nr. 224). Dazu können je nach Land kleine Auslagen kommen, Berlin nimmt 3,30 € online und 17,10 € vor Ort, Hessen 2,70 € und 17,40 €. Achtung bei anderen Ratgebern: Wer dort 5 bis 10 € liest, sieht die Gebühren von vor September 2023. Daneben werben Abmeldedienste damit, die Außerbetriebsetzung für dich zu übernehmen, aktuell für rund 12 bis 40 € einschließlich Gebühren (Stand: August 2026). Erledigst du es selbst über i-Kfz, bleibt es bei 2,10 €.

Fall Ungefähre Gebühr
Normale Abmeldung (Papiere vollständig) 15,90 € vor Ort / 2,10 € online (i-Kfz)
Abmeldung mit Ersatz verlorener Unterlagen 15,90 € plus 11,10 € für den Ersatz-Fahrzeugschein (GebOSt 225), zusammen 27,00 €
Ausfuhrkennzeichen für den Export (inkl. Kurzzeit-Versicherung) 31,40 € Gebühr (GebOSt 221.3) plus Schilder und Kurzzeit-Versicherung, meist 100 bis 180 € gesamt

Richtwerte, keine Rechtsberatung. Die exakte Gebühr nennt dir deine zuständige Zulassungsstelle vorab.

Bis wann muss ich abmelden?

Nach einem Verkauf gibt es kein fest im Gesetz stehendes Datum. Wie bei der Ummeldung gilt die Pflicht zur „unverzüglichen“ Meldung, in der Praxis werden ein bis zwei Wochen toleriert.

Bei Diebstahl ist die Empfehlung konkreter: Wenn nicht davon auszugehen ist, dass das Auto kurzfristig wiedergefunden wird, solltest du es spätestens 14 Tage nach der Diebstahlanzeige abmelden. Danach fallen keine weitere Kfz-Steuer und keine Versicherungsbeiträge mehr an.

Wie melde ich mein Auto online mit Sicherheitscode ab?

Die Außerbetriebsetzung ist der einfachste i-Kfz-Vorgang: Du brauchst weder Ausweis mit Online-Funktion noch ein BundID-Konto, das Bundesverkehrsministerium schreibt ausdrücklich, dass keine Identifizierung nötig ist. Was du brauchst, sind die beiden Sicherheitscodes und eine Zahlungsart.

  1. Portal öffnen: das i-Kfz-Portal deines Landes oder deiner Stadt, sonst das Behörden-Serviceportal. Vorgang „Außerbetriebsetzung“ wählen, Kennzeichen eingeben.
  2. Stempelplakette freirubbeln: Auf dem hinteren Kennzeichen sitzt die Stempelplakette des Landes. Zieh sie ab oder kratz das Feld frei, darunter steht ein dreistelliger Sicherheitscode. Ab jetzt ist das Kennzeichen entwertet.
  3. Code im Fahrzeugschein freilegen: Auf der Rückseite der Zulassungsbescheinigung Teil I ist ein Feld verdeckt, freirubbeln, siebenstelligen Code eintippen. Papiere vor 2015 haben kein Feld, dann geht es nur vor Ort.
  4. Optional Kennzeichen reservieren: bis zu zwölf Monate (§ 16 FZV) für 2,60 €, falls du das Auto wieder anmelden oder das Kennzeichen auf ein neues Auto übertragen willst.
  5. 2,10 € online zahlen (in manchen Ländern mit kleinem Aufschlag), Bestätigung kommt sofort als PDF. Die Zulassungsstelle schickt dir keinen Brief, der Schein bleibt mit Vermerk bei dir.

Wichtig: Kratzt du die Plakette frei, ist das Auto ab diesem Moment nicht mehr zugelassen, auch wenn du den Antrag noch nicht abgeschickt hast. Fahr es also vorher dorthin, wo es stehen soll. Städtische Portale mit eigenem Zugang haben etwa Köln, Düsseldorf und Dortmund, Bayern läuft über ikfz.bayern.de.

Wie läuft die Abmeldung vor Ort ab?

  • 1. Unterlagen und Kennzeichen bereitlegen

    Zulassungsbescheinigung Teil I und die Kennzeichenschilder. Bei Sonderfällen zusätzlich Verwertungsnachweis oder Diebstahlanzeige.

  • 2. Online oder vor Ort entscheiden

    Die normale Abmeldung kannst du in vielen Zulassungsbezirken komplett über das amtliche i-Kfz-Portal online erledigen. Bei Verschrottung, Diebstahl oder Export ist häufig ein persönlicher Termin nötig.

  • 3. Kennzeichen entstempeln lassen

    Vor Ort werden die Plaketten von den Schildern entfernt (entstempelt). Online entfällt dieser Schritt, die Schilder werden dann ungültig gemeldet.

  • 4. Antrag stellen und Gebühr zahlen

    Die Zulassungsstelle nimmt die Abmeldung im Zentralregister vor. Die Gebühr zahlst du direkt online oder vor Ort.

  • 5. Bestätigung erhalten

    Du bekommst eine aktualisierte Zulassungsbescheinigung Teil I mit Vermerk der Außerbetriebsetzung. Fertig. Ab jetzt darf das Auto nicht mehr gefahren werden.

Welche Sonderfälle gibt es bei der Abmeldung: Export, Verkauf, Diebstahl, Todesfall?

Auto am Hafen bei Sonnenuntergang, Symbolbild Fahrzeugexport ins Ausland

Auto ins Ausland exportieren

Für den Export brauchst du zusätzlich ein Ausfuhrkennzeichen, aber nur, wenn du das Auto auf eigener Achse ins Ausland überführst; per Anhänger oder Spedition geht der Export ohne. Es ist auf die Dauer der Versicherung befristet, längstens 12 Monate, und kostet mit Gebühr, Schildern und Versicherung meist 60–180 €. Mit der Zuteilung endet die reguläre Zulassung, das Auto ist damit in Deutschland abgemeldet. Innerhalb der EU entfallen Zollformalitäten komplett; bei Export in ein Nicht-EU-Land ist zusätzlich eine Ausfuhranmeldung beim Zoll nötig. Ohne gültige Hauptuntersuchung für die gesamte Gültigkeitsdauer wird das Ausfuhrkennzeichen in der Regel nicht zugeteilt.

Auto verschrotten

Nur wenn das Auto endgültig entsorgt wird, ist ein Verwertungsnachweis nach § 17 FZV Pflicht. Ausgestellt wird er von einem anerkannten Demontagebetrieb, nicht von dir selbst. Verkaufst du das Auto dagegen (auch an einen Ankaufdienst, der es später verschrottet), brauchst du für deine eigene Abmeldung keinen Verwertungsnachweis.

So sieht der Verwertungsnachweis aus: Ein Vordruck nach Anlage 9 FZV mit deinen Halterdaten, der Fahrzeug-Identifizierungsnummer, dem letzten Kennzeichen, Name und Anerkennungsnummer des Demontagebetriebs, Datum, Stempel und Unterschrift. Er wird in vier Ausfertigungen ausgestellt, die rosa ist für dich als Halter und die legst du der Zulassungsstelle vor. Ausstellen darf ihn nur ein nach der Altfahrzeug-Verordnung anerkannter Betrieb (§ 4 AltfahrzeugV), ein Schrotthändler ohne Anerkennung reicht nicht. Lässt du das Auto im Ausland entsorgen, gibst du stattdessen eine Verbleibserklärung ab (§ 17 Abs. 5 FZV).

Auto gestohlen

Nach einem Diebstahl zuerst Strafanzeige bei der Polizei stellen und sich die Diebstahlanzeige bzw. eine Bescheinigung darüber aushändigen lassen. Diese musst du der Zulassungsstelle vorlegen. Nur so ist sichergestellt, dass auch offiziell nach dem Fahrzeug gefahndet wird.

Vorübergehend abmelden: Winterpause, Auslandsjahr, Werkstattprojekt

Willst du das Auto längere Zeit nicht nutzen, meldest du es ganz normal ab, das Gesetz kennt keinen Unterschied zwischen vorübergehend und dauerhaft. Drei Dinge laufen dann automatisch: Die Kfz-Steuer endet mit dem Abmeldetag, dein Vertrag geht in die beitragsfreie Ruheversicherung über, die bei den meisten Versicherern 18 Monate läuft (HUK24, AXA) und Haftpflicht sowie meist Teilkasko-Grundschutz abdeckt, solange das Auto in einer Garage oder auf einem umfriedeten Platz steht. Und du kannst dein Kennzeichen bis zu zwölf Monate reservieren (§ 16 FZV, 2,60 €). Die Wiederzulassung im selben Bezirk mit reserviertem Kennzeichen kostet 23,00 € vor Ort oder 10,60 € online. Läuft die HU in der Pause ab, musst du sie vor der Wiederzulassung nachholen.

Abmelden vor dem Verkauf: ja oder nein?

Dafür: Du bist ab dem Abmeldetag raus aus Steuer, Versicherung und jeder Haftung für Bußgelder, egal ob der Käufer sich meldet. Dagegen: Der Käufer kann nicht mehr auf eigener Achse heimfahren, er braucht ein Kurzzeitkennzeichen für 60 bis 100 €, und dein Kennzeichen ist weg. Der Mittelweg, den die meisten wählen: angemeldet verkaufen, aber sofort die Veräußerungsanzeige an die Zulassungsstelle schicken (§ 15 Abs. 5 FZV, mit Name und Anschrift des Käufers und Kopie des Kaufvertrags) und die Versicherung informieren. Dann setzt die Behörde dem Käufer eine Frist und legt das Auto notfalls auf seine Kosten still. Details und Vorlagen im Ratgeber Auto verkaufen.

Papiere oder Kennzeichen fehlen

Fehlt die Zulassungsbescheinigung Teil I, geht die Abmeldung vor Ort mit Verlusterklärung, die Zulassungsstelle nimmt 15,90 € plus 11,10 € für den Ersatz, siehe Fahrzeugschein verloren. Fehlt der Teil II, ist das für die Abmeldung egal, ihn brauchst du erst wieder für Verkauf oder Wiederzulassung (Fahrzeugbrief). Fehlt ein Kennzeichenschild, gibst du eine Verlusterklärung ab, bei Diebstahl die Polizeianzeige, die Zulassungsstelle meldet das Kennzeichen zur Fahndung.

Todesfall

Stirbt der Halter, melden die Erben das Auto ab oder um. Für die reine Abmeldung reichen Fahrzeugschein und Kennzeichen, eine Vollmacht braucht niemand. Erbschein oder Testament verlangt die Zulassungsstelle erst, wenn die Zulassungsbescheinigung Teil II fehlt oder das Auto auf einen Erben umgeschrieben wird. Die Sterbeurkunde wird oft mitverlangt, nimm sie mit. Die Versicherung geht auf die Erben über und endet mit der Abmeldung in der Ruheversicherung.

Zwangsstilllegung: wenn die Behörde abmeldet

Meldet dein Versicherer, dass kein Schutz mehr besteht, oder bleibt die Kfz-Steuer aus, setzt dir die Zulassungsstelle eine Frist von wenigen Tagen. Reagierst du nicht, kommt der Außendienst und entstempelt die Kennzeichen vor Ort. Das kostet dich neben dem Ärger eine Rahmengebühr von 14,30 bis 286 € (§ 6a StVG, Beispiel Stadt Bochum). Die Zwangsstilllegung vermeidest du, indem du bei Versicherungswechsel die eVB des neuen Versicherers rechtzeitig einreichst und das SEPA-Mandat für die Steuer aktuell hältst.

Häufige Fragen

Kann ich mein Auto nur mit dem Kaufvertrag abmelden?

Nein, der Kaufvertrag allein reicht nicht. Für die Abmeldung verlangt § 16 FZV die Zulassungsbescheinigung Teil I und die abgestempelten Schilder; wer die vorlegt, gilt automatisch als bevollmächtigt. Fehlen Schein oder Schilder, gibst du bei der Zulassungsbehörde persönlich eine Verlusterklärung ab; für eine Versicherung an Eides statt kommen 30,70 € zur Abmeldegebühr von 15,90 € dazu.

Wie melde ich ein Auto ab, das schon im Ausland ist?

Ist es im EU-Ausland bereits neu zugelassen, musst du meist nichts tun: Der Zulassungsstaat meldet das an das Kraftfahrt-Bundesamt, und deine Zulassungsbehörde setzt das Fahrzeug von Amts wegen außer Betrieb. Läuft die deutsche Zulassung gut zwei Monate später noch, wende dich mit dem ausländischen Zulassungsnachweis direkt an deine bisherige Zulassungsbehörde. Bleibt das Fahrzeug zur Entsorgung im Ausland, brauchst du den dort ausgestellten Verwertungsnachweis (§ 17 FZV).

Brauche ich für eine normale Abmeldung nach dem Verkauf einen Verwertungsnachweis?

Nein. Der Verwertungsnachweis ist ausschließlich bei der Verschrottung vorgeschrieben (§ 17 FZV). Verkaufst du dein Auto normal weiter, reichen Zulassungsbescheinigung, Kennzeichen und Personalausweis.

Kann ich mein Auto online abmelden?

Ja, die normale Abmeldung ist über das i-Kfz-Portal vieler Zulassungsstellen komplett online möglich. Bei Sonderfällen wie Verschrottung, Diebstahl oder Export ist oft weiterhin ein persönlicher Termin nötig.

Was passiert mit meinem Kennzeichen nach der Abmeldung?

Bei der Abmeldung vor Ort werden die Plaketten entstempelt, die Schilder kannst du meist behalten oder abgeben. Willst du das Kennzeichen für ein neues Auto reservieren, sag das direkt bei der Abmeldung. Das ist oft für eine begrenzte Zeit möglich.

Muss ich meine Kfz-Versicherung nach der Abmeldung selbst kündigen?

Die Zulassungsstelle meldet die Abmeldung automatisch an deine Kfz-Versicherung und das Hauptzollamt: Beiträge und Kfz-Steuer stoppen also von selbst, meist wechselt der Vertrag in eine beitragsfreie Ruheversicherung und zu viel Gezahltes wird erstattet. Eine kurze eigene Nachricht an die Versicherung ist trotzdem sinnvoll, als Kontrolle und um zu klären, wie es mit dem Vertrag weitergehen soll.

Wie lange kann mein Auto abgemeldet bleiben?

Eine Höchstdauer gibt es nicht, aber eine wichtige Grenze: Nach 7 Jahren löscht das Kraftfahrt-Bundesamt die Daten aus dem Fahrzeugregister. Ein abgemeldetes Auto kann theoretisch unbegrenzt lange stillgelegt bleiben und jederzeit wieder angemeldet werden (dann meist mit neuer Hauptuntersuchung, falls die alte inzwischen abgelaufen ist). Für die Wiederzulassung nach mehr als 7 Jahren reicht eine neue HU dann nicht mehr: Es braucht zusätzlich eine Datenbestätigung bzw. das CoC-Papier des Herstellers oder ein Vollgutachten nach § 21 StVZO.

Bekomme ich die Kfz-Steuer nach der Abmeldung zurück?

Ja, automatisch. Die Steuerpflicht endet mit dem Abmeldetag. Das Hauptzollamt schickt etwa zwei Wochen nach der Außerbetriebsetzung einen Abmeldebescheid und zahlt zu viel gezahlte Steuer rund drei Wochen nach der Abmeldung aus, per SEPA-Lastschrift auf dasselbe Konto. Ohne Lastschriftmandat musst du dem Zoll eine Bankverbindung nennen.

Kann ich online abmelden, wenn meine Papiere älter sind?

Nein. Die Online-Abmeldung braucht den Sicherheitscode auf der Rückseite des Fahrzeugscheins (ausgestellt ab 2015) und den Code unter der Stempelplakette. Fehlt einer davon, geht es nur vor Ort für 15,90 €. Einen Ausweis mit Online-Funktion brauchst du für die Abmeldung dagegen nicht.

Wer meldet das Auto ab, wenn der Halter gestorben ist?

Die Erben, mit Fahrzeugschein und Kennzeichen, eine Vollmacht ist nicht nötig. Erbschein oder Testament verlangt die Zulassungsstelle nur, wenn der Fahrzeugbrief fehlt oder das Auto auf einen Erben umgeschrieben werden soll. Die Sterbeurkunde solltest du trotzdem mitnehmen.

Was ist der Unterschied zwischen vorübergehend und dauerhaft abmelden?

Rechtlich gibt es keinen, beides ist eine Außerbetriebsetzung. Der Unterschied entsteht durch das, was du danach machst: Reservierst du das Kennzeichen (bis 12 Monate, 2,60 €) und lässt den Vertrag in der Ruheversicherung (meist 18 Monate), kannst du jederzeit für 23,00 € vor Ort oder 10,60 € online wieder anmelden. Nach sieben Jahren löscht das KBA die Daten, dann wird die Wiederzulassung aufwändig.

Quellen: § 16 FZV · § 17 FZV, Verwertungsnachweis · § 45 FZV, Ausfuhrkennzeichen · GebOSt-Gebührentarif · § 4 AltfahrzeugV · Anlage 9 FZV · BMV zu i-Kfz · zoll.de zur Kfz-Steuer · HUK24 und AXA zur Ruheversicherung · Stadt Bochum zur Zwangsstilllegung (abgerufen 02.09.2026)

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